Wie viele Trauzeugen darf man haben?

Wie viele Trauzeugen darf man haben?

Der eigene Vater? Die eigene Mutter oder doch lieber der beste Kumpel? Wer darf nun mit euch am Altar stehen? Oder doch lieber nur ihr beide alleine im ganz privaten Kreis? Geht das überhaupt so ganz ohne Trauzeugen?

Das sind alles Fragen, die ihr euch beim Thema Trauzeugen stellen müsst. Doch bevor ihr euch entscheidet, denkt noch mal genau darüber nach, wie ihr heiraten wollt. Denn das kann durchaus einen großen Einfluss auf eure Entscheidung in puncto „Trauzeugen“ haben!

Gibt es Unterschiede bei der Anzahl der Trauzeugen?

Als Erstes sei dazu gesagt, dass kirchliche und standesamtliche Hochzeit in diesem Punkt ein wenig auseinandergehen.

Aber erst mal zur großen Gemeinsamkeit der beiden, denn es besteht in Deutschland keine Trauzeugenpflicht. So könnt ihr genauso gut auch ganz alleine vor dem Altar stehen und euch das Ja-Wort geben.

Übrigens könnt ihr frei entscheiden, welches Geschlecht eure Trauzeugen haben. Es ist also nicht zwingend erforderlich, dass die Braut eine weibliche Trauzeugin und der Bräutigam, einen männlichen Trauzeugen hat. Es ist auch andersrum möglich oder mit zwei männlichen bzw. zwei weiblichen Betrauten.

Dies hilft vor allem denjenigen die nicht nur einen, sondern zwei beste Freunde oder beste Freundinnen haben. So können beide mit dabei sein, wenn ihr euch das Ja-Wort gebt. Und: vielleicht können durch diese Regelung sogar Streitereien vermieden werden!

Die gesetzliche Regelung zu dem Thema findet ihr übrigens in §1312 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB).

Trauzeugen in anderen Religionen

Aber auch in anderen Religionen gibt es Unterschiede, auf die es bei der Auswahl in jedem Fall zu achten gilt!

Für eine muslimische Hochzeit braucht ihr zwei Trauzeugen, die ebenfalls den Islam angehören müssen.

Bei jüdischen Hochzeiten ist es genauso. Dort müssen auch 2 Trauzeugen dabei sein. Doch Vorsicht, hier gibt es Besonderheiten. In orthodoxen Synagogen müssen es unbedingt zwei Männer sein. Beim progressiven Judentum sind auch weibliche Trauzeugen gestattet.

Wie viele Trauzeugen darf man beim Standesamt haben?

Wie ernennt man Trauzeugen eigentlich „richtig“?

Die Entscheidung für die richtigen Trauzeugen kann schwerfallen. Schließlich kann man bei der Trauung nicht alle liebsten Freunde an der Seite haben, möchte aber auch keinen seiner Freunde verletzen. Eine oftmals knifflige Situation also!

Solltet ihr euch wirklich nicht entscheiden können, so könnt ihr auch Brautjungfern und „Groomsmen“ auswählen, die bei der Trauung dabei sind. Das können Freunde, Familie oder andere vertraute Personen sein. So habt ihr schon fast einen Mittelweg, der euch oftmals viel „Entscheidungsstress“ erspart.

Doch wie fragt ihr eure auserwählten Trauzeugen am besten? Dafür habt ihr mehrere Möglichkeiten! Der wohl einfachste Weg? Ihr könnt die auserwählten natürlich einfach Fragen! Oder ihr kombiniert das Ganze mit einem persönlichen Geschenk.

Am besten ist es, dafür etwas Individuelles, wie zum Beispiel eine selbst gemachte Karte zu übergeben. Je nachdem auf was der auswählte steht, könnt ihr hierbei natürlich noch kreativer werden. Hauptsache ihr schafft es mit dem Geschenk einen ohnehin schön tollen Moment noch schöner zu machen!

Werdet bei der Ernennung eurer Trauzeugen gerne kreativ. Schließlich macht ihr das Ganze im Leben (hoffentlich) nur einmal! Fehlen euch die Ideen? Dann lasst euch von euren Freunden oder dem Internet inspirieren. So findet ihr mit Sicherheit den Weg, der am besten zu euch passt!

Wie alt müssen die Trauzeugen eigentlich sein?

Natürlich gibt es in Deutschland auch dazu ein klares Gesetz. Hier muss die Person mindestens 18 Jahre alt sein, um eure standesamtliche Trauung zu bezeugen. Die Person muss weiterhin auch geistig, wie auch körperlich dazu in der Lage sein der Trauung aufmerksam zu folgen. Der Trauzeuge sollte also auch die Sprache verstehen, in der geheiratet wird.

Es gibt allerdings eine Ausnahme. Wenn ihr evangelisch oder katholisch getraut werdet, darf auch eine Person unter 18 Jahre Trauzeuge sein. Das Mindestalter ist in diesem Fall 14 Jahre. Dazu muss die Person die Religionsmündigkeit erreicht haben.

Wie viele Trauzeugen darf man pro Person haben?

Doch was haben eure Trauzeugen noch für Aufgaben, außer Zeuge bei der Trauung zu sein?

Vor und nach der Hochzeit sind sie eure Ansprechpartner bei Sorgen oder anderen diversen Problemen. Sie unterstützen euch bei den vielen Vorbereitungen für die Hochzeit, sprich also der Trauung an sich, aber auch die Feierlichkeiten danach.

Eine der klassischsten Aufgaben eines Trauzeugen ist es, die Eheringe aufzubewahren und dem künftigen Ehemann zu übergeben. Dies ist einer der wichtigsten Funktionen, denn die Ringe haben meist einen sehr hohen Wert was Material, aber auch Emotionen betrifft.

Tschüss, altes Leben! Hallo Zukunft! Traditionell organisieren die Trauzeugen auch die „letzte“ große Party vor der Ehe – den Junggesellenabschied. Dieser Brauch, der von Übersee nach Europa kam, wird seit Jahrzehnten durchgeführt.

Wurde zu Beginn kein Zeremonienmeister ernannt, so stehen die Trauzeugen die gesamte Zeit der Feier zur Seite und helfen euch bei der Betreuung der Gäste, dem Fotografen und den Lieferanten.

Ihr plant gerade einen Junggesellenabschied? Hier verraten wir euch, worauf ihr bei der Planung eines JGA unbedingt achten solltet!

Weitere Aufgaben der Trauzeugen – Spiele, Reden und alles was dazu gehört!

Zu einer Hochzeit gehören natürlich auch Spiele, Reden und Überraschungen. Auch dafür sind eure Trauzeugen verantwortlich. Sie weisen die Gäste in ihre Aufgaben ein und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Geschehnisse.

Außerdem sorgen sie ebenfalls dafür, dass der Zeitplan nicht komplett durcheinandergebracht wird.

Die weiblichen Trauzeuginnen helfen der Braut natürlich bei ihrem Outfit. Sie sind der ständige Begleiter bei der Suche nach dem richtigen Kleid und beim Herrichten der Haare. Sie hält für euch den Brautstrauß während der Hochzeit, hat immer Ersatz für euch dabei, was Klamotten angeht, hilft beim Make-Up und natürlich hat sie auch immer einen Fleckenstift und Taschentücher dabei.

Eine Tradition ist auch die „Brautentführung“. Die Zeche dafür bezahlt natürlich der Trauzeuge, wer sonst?!

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